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Burnout vermeiden durch Ausstieg aus der Beschleunigungsspirale

Bild einer Uhr, unscharf 


Balance suchen - Risiken abwägen - Chancen ausloten

Wenn Sie unzufrieden sind, sich oft gestresst fühlen und einem Burnout vorbeugen möchten, können Sie mein Beratungsangebot nutzen.

In der Burnout-Prophylaxe orientiere mich am 9-stufigen Präventions- und Beratungskonzept des Burnout-Spezialisten Dr. med. Thomas M. H. Bergner (Bergner, Thomas M.H., Burnout-Prävention. Das 9-Stufen-Programm zur Selbsthilfe. Verlag Schattauer, 2007):
  • Zeitsouveränität
  • Eigenbestimmtheit
  • Zufriedenheitskonstanz
  • Stresstoleranz
  • Beziehungskompetenz
  • Situationstoleranz
  • Rollensicherheit
  • Zielerkenntnis
  • Sinnannäherung
 In Anlehnung an dieses Modell setze ich in der Beratung folgende Schwerpunkte:
  • Standortbestimmung: Wie steht es mit Zufriedenheit, Befindlichkeit und Werthaltung? Wie steht es um Terminplanung und Eigenbestimmtheit?
  • Work-Life-Balance analysieren: Leistungsideal, Perfektionismus, Abgrenzung, Stressbewältigung, Freizeitgestaltung, soziale Kontakte, Schlaf, Ernährung, Medikamenten- und Alkoholkonsum.
  • Veränderungsbedarf klären: Was möchten Sie ändern, wiedringend ist der Veränderungsbedarf?
  • "Entschleunigung": Ausstieg aus der Beschleunigungsspirale; Entlastungs­möglichkeiten besprechen.
  • Neuorientierung: Entlastungsschritte realisieren, berufliche und persönliche Situation verbessern.
  • Längerfristige Strategie zur Burnout-Prophylaxe entwickeln: Wie können Sie sicherstellen, dass Ihre Work-Life-Balance ausgewogen bleibt? Welche Ziele setzen Sie sich, was macht sie widerstandsfähiger gegen Sinnleere (seelisches Ausbrennen)?

 

Was ist Burnout?

Burnout geht oft mit chronische Müdigkeit oder Depression einher und ist davon nicht leicht abzugrenzen. Burnout bezeichnet einen schleichenden und chronischen Prozess der Erschöpfung:

"Burnout, Ausbrennen, ein Phänomen, das häufig bei Personen auftritt, die zu  Berufsbeginn sehr engagiert sind, im Laufe ihrer Tätigkeit jedoch zunehmend  unter Erschöpfungszuständen leiden und eine zunehmend distanzierte Einstellung  zu ihrer Klientel entwickeln.
Diese Beeinträchtigung des Empfindens wurde zuerst  besonders in Beratungs-, Pflege- und Betreuungstätigkeiten festgestellt, d.h. in  Arbeitsbereichen, in denen das Arbeitshandeln in der Interaktion mit Klienten  und Kunden besteht.
Mittlerweile tritt dieses Phänomen in vielen weiteren  Tätigkeitsbereichen auf, die mit Menschen zu tun haben. Die verschiedenen  wissenschaftlichen Definitionen stellen entweder stärker die Persönlichkeit des  Helfers, die arbeitsorganisatorischen Bedingungen oder aber  geamtgesellschaftliche Prozesse in den Vordergrund. "Emotionale Erschöpfung",  "Depersonalisation" und "reduzierte persönliche Erfüllung und  Leistungsfähigkeit" sind drei Facetten des Burnout; Einstellungs- und  Verhaltenssymptome sind negative Einstellungen, Ermüdung, Frustration,  Hilflosigkeit und Zurückgezogenheit.
Burnout wird als Resultat eines Prozesses  definiert, der sich aus Arbeitsbelastungen, Stress (Stressbewältigung) und  psychologischer Anpassung zusammensetzt. Dieser Zustand entwickelt sich langsam,  über einen Zeitraum von andauerndem Stress und Energieeinsatz.
Burnout kann sich  ausschließlich auf das Berufsleben beziehen, aber auch aus einer Überbelastung  im Versuch des Bestrebens nach Vereinbarung von privaten und beruflichen Zielen  resultieren.
(...)
Beim Entstehen des Burnout fehlen die subjektiv wahrgenommenen Möglichkeiten,  die Situation zu verändern bzw. ihr entrinnen zu können. Dabei spielen auch  Persönlichkeitsmerkmale (z.B. Streben nach Professionalität und hoher  Leistungswille) eine Rolle. Gerade weil Burnout vor allem leistungsfähige und  ehrgeizige Mitarbeiter trifft und dieses positiv bewertete Verhalten in den  Anfangsphasen des Burnout dominiert, ist das schleichende Abgleiten eines  Menschen in den Burnout oft nicht erkennbar. Ein entsprechend  verantwortungsvolles Führungsverhalten (z.B. Feedback, Mitarbeitergespräche,  realistische und erreichbare Zielsetzungen) kann zur Verhinderung von Burnout  beitragen." (Auszug aus dem Artkel "Burn Out", Website des Berufsverbands Deutscher Psychologinnen und Psychologen) Hier  können Sie den vollständigen Artikel lesen!
 

Burnout Symptomgruppen

Folgende Symptomgruppen müssen auftreten, damit von Burnout gesprochen werden kann:
  • Erschöpfung (wird am deutlichsten wahrgenommen. Bildet in Kombination mit Unzufriedenheit Nährboden für Burnout)
  • Depersonalisation (reduziertes Engagement für andere, Gleichgültige, zynische oder sarkastische  Einstellung. Sozialer Rückzug)
  • Verringerte Leistungsfähigkeit (bleibt oft lange unbemerkt, denn zu Beginn sind Burnout-Betroffene in der Regel hyperaktiv!)
 

Burnout-Symptome

  • Antriebsarmut und Leistungsschwäche
  • Niedergeschlagenheit und Gefühlslabilität
  • Missgestimmtheit und Reizbarkeit
  • Ängste, Nervosität, Unfähigkeit zur Erholung
  • Erschöpfung, Müdigkeit, Schlafstörungen,  Anspannung, Verdauungsstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel, Hypertonie,  Tachykardie (sog. „Herzrasen“)
  • Konzentrationsstörungen
  • Depersonalisation
  • Entscheidungsunfähigkeit
  • Resignation und Perspektivenlosigkeit
  • Gefühl einer totalen inneren Leere, Verzweiflung
  • Desinteresse und völliger Motivationsverlust
  • Niedrige Selbstwerteinschätzung
  • Hyper- oder Hypoaktivität
  • Zögern,  Hinausschieben
  • Impulsivität, hohes  Risikoverhalten
  • Sozialer Rückzug, Vernachlässigung von  Freizeitaktivitäten
  • Gleichgültigkeit, Distanziertheit und Zynismus
  • Missbrauch von Alkohol, Kaffee, Tabak und anderen Drogen
  • Körperliche Erkrankungen

 

Stress und Burnout

Anhaltender Stress (Dysstress) ist ein auslösender Faktor für Burnout. Burnout als Ende der Stresskette ist die Kumulation von teils schwer erkennbaren, weil„normalen“ Stress-Faktoren, die sich über einen längeren Zeitraum aufgestaut haben. Man kann zwischen "aktiven Ausbrennern" und "passiven Ausbrennern"unterscheiden. Erstere sind dauernd überaktiv, streben permanent Spitzenleistungen an, letztere bleiben "materialermüdet" auf der Strecke.

Charakteristisch für Burnout ist ein andauerndes Nicht-wahrhaben-wollen (oder können) der Symptome: Belastendes wird beiseite geschoben oder verdrängt. Mangelnde Reflexion ist Teil der Burnout-Spirale. Abwehrmechanismen - wie Verdrängung, Übertragung, Ironisierung, Projektion, Tagträume, selektives Gedächtnis, Lügen, sich selbst abstempeln, selektives Nicht-Verstehen -begleiten und unterstützen den Verdrängungsprozess. Systemiker beschreiben die Beharrungsfähigkeit in einem gewohnten Zustand als stärkste Kraft. Systeme ändern sich nur dann, wenn ihre Existenz massiv bedroht wird. (Quellen: Website Swissburnout und nach Gabriele Kypta: Burnout erkennen - überwinden - vermeiden)
 

Burnout-Phasen

Der Burnout-Prozess verläuft oft in typischen Phasen:

  • Sich beweisen wollen, verstärkter Einsatz, Idealismus
  • Reduziertes Engagement oder „mehr vom Selben“; erste Frustration
  • Verdrängung von Konflikten, Schuldzuweisungen an andere, Aggression, Depression
  • Veränderungen werden sichtbar, Angst, Panikattacken, Verlust von Kritikfähigkeit
  • Rückzug, beobachtbare Verhaltensänderungen, Verflachung, Zynismus, Sarkasmus
  • Psychosomatische Beschwerden, Verlust des Gefühls für die eigene Persönlichkeit
  • Innere Leere, Verzweiflung, Suizidgefahr
  • BURNOUT: völlige Erschöpfung, häufig Zusammenbruch auf körperlicher und psychischer Ebene

 (Verlaufsmodell nach Gabriele Kypta: Burnout erkennen - überwinden - vermeiden)

MBSR - Stressreduktion durch die Praxis der Aufmerksamkeit Hier finden Sie ausführliche Informationen!

 

Burnout-Therapie

Der Weg aus dem Burnout heraus lässt sich als regenerativer Zyklus aus den oben beschriebenen Phasen ableiten:

  • Entschleunigung (mit einem Bein draussen bleiben)
  • Loslassen, Abstand gewinnen, Vogelperspektive einnehmen zum Erkennen und Bewerten von Zielerreichungs-Strategien, klassisches Zeitmanagement und Life-Leadership-Ansätze
  • Hinterfragen des Aufwands: ist er angemessen hinsichtlich Zielerreichung? Sind meine Ziele selbst angemessen, sinnvoll? Antreiber und Glaubenssätze hinterfragen
  • Akzeptanz der Veränderungsnotwendigkeit
  • Professionelle Hilfe in Anspruch nehmen: körperliche und psychische Gesundheit und damit sich selber wieder finden

 

Burnout-Tests

Auf den folgenden Websites können Sie eine Selbsteinschätzung vornehmen:

  • Swissburnout: hier gelangen Sie zum Test
  • Hilfe bei Burnout.de: hier gelangen Sie zum Test
  • Burnout-Stop, Institut für Burnout-Prophylaxe: hier gelangen Sie zum Test

Sofern die Selbsteinschätzung kritisch ausfällt oder auffällige psychische und somatische Symptome vorhanden sind, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.

 

 Mehr zu Ablauf und Kosten

 

 

 
 

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